SEA News Woche 47/2022

Schnäppchenjäger*innen kommen in dieser Woche voll auf ihre Kosten, denn es ist BLACK WEEK 🛍️! Tolle Schnäppchen, Deals und Sparaktionen locken Sparfüchse hinter dem Ofen hervor. Für eine kurze Pause von Eurem Shoppingtrip versorgen wir Euch mit ebenso tollen SEA News. Denn Langeweile kommt für uns nicht in die Tüte. Stattdessen bekommt Ihr: Google Ads ähnliche Zielgruppen, Frequency Cap für YouTube Ads, Google Ads Richtlinienänderung zu stattl. Dokumenten, Google Ads Editor Update und Microsoft Ads Product Updates. Viel Spaß beim Konsumieren 😋.

Google Ads – Ähnliche Zielgruppen entfallen ab 2023

Im Namen des Datenschutzes: Google kündigt in einem aktuellen Artikel an, ähnliche Zielgruppen ab 2023 nach und nach auf leistungsstärkere Zielgruppen umzustellen (wir berichteten). Damit soll die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleiben. Gleichzeitig sollt Ihr aber weiterhin relevante Zielgruppen ansprechen können. Jetzt gibt es konkretere Infos und Best Practices.

Google gibt uns folgenden Zeitplan an die Hand:

  • Ab Mai 2023 könnt Ihr keine neuen Segmente mit ähnlichen Zielgruppen mehr erstellen.
    Dann könnt Ihr auch bestehende Zielgruppen nicht mehr zu Kampagnen und Anzeigengruppen hinzufügen. Das gilt auch für Display und Video 360.
  • Ab August 2023 werden ähnliche Zielgruppen dann aus allen Kampagnen und Anzeigengruppen entfernt. Die Berichtsdaten stehen jedoch weiterhin zur Verfügung.

Für Kampagnen und Anzeigengruppen, denen bereits ähnliche Segmente zugeordnet sind, ändert sich nichts. Diese laufen weiter, wie ihr es gewohnt seid.

Quelle: Google

Als Alternative für die entfallenden Similar Audiences empfiehlt Google je nach Kanal die folgenden Schritte:

Für Search und Shopping soll Smart Bidding Abhilfe schaffen. Hier stünden zusätzliche Signale sowie selbst erhobenen Daten (wie Kundenabgleich) zur Verfügung. In der Suche ist dieser Ansatz bereits populär und sollte keine große Veränderung darstellen.

Für Display, Video und Discovery in Google Ads sowie Display & Video 360 rät Google zur optimierten Ausrichtung. So sollen wir neue relevante Zielgruppen abseits von Drittanbieter-Cookies finden können. Laut internen Google Daten soll so eine Leistungssteigerung bis zu 55% möglich sein.
Mit Blick auf die bisherige Leistung sind wir da eher skeptisch.

Für Reichweite-Videokampagnen oder Kampagnen zur Steigerung der Kaufbereitschaft setzt Google auf die Zielgruppenerweiterung. Damit sollen Eure Anzeigen mehr Nutzer erreichen, die für Euer Unternehmen relevant sind. Mithilfe von Machine-Learning soll die Reichweite hier Stück für Stück steigen.
Die Funktion könnt ihr in Google Ads bereits nutzen. Für Display & Video 360 kommt das Feature bis Mitte 2023.

Ob so mein vollwertiger Ersatz für ähnliche Zielgruppen auf Basis eigener Daten (Converter, Besucher, Kundenlisten) entsteht? Vor allem für Display-Kampagnen sind wir eher skeptisch, dass die Alternative die bisherige Leistung erreicht.

Google Ads – Target Frequency für Videokampagnen

Viele Youtube User und Advertiser kennen es: Dieselben Videoanzeigen laufen immer und immer wieder. Das nervt User und kostet Werbetreibende Geld und Performance. In den Kampagneneinstellungen hilft bisher nur das Frequency Capping, die häufige Ausspielung zu begrenzen.

Google dreht den Spieß nun um und führt ein neues Setting namens Target Frequency, zu deutsch angestrebte Häufigkeit ein.

angestrebte Häufigkeit für Video Kampagnen

Quelle: Google Ads

Die angestrebte Häufigkeit setzt auf die zu erreichende Menge an Videoeinblendungen pro Unique User. Damit erledigt sich die Deckelung mit dem Frequency Cap. Die Option steht für neue Videokampagnen mit Ziel Markenbekanntheit & Reichweite oder für Videokampagnen ohne Zieleinstellung zur Verfügung. Als Einstellung gibt es nur exakte Werte: 2, 3 und 4 Einblendungen als Wochenziel pro Anzeige einer Kampagne.

welche angestrebte Häufigkeit

Quelle: Google Ads

Unterstützt werden die Video-Anzeigenformate Bumper Ads, überspringbare und nicht überspringbare Anzeigen.

Wir haben die Option nur für neue Kampagnen gesehen. Also gibt es in bestehenden Kampagnen nach wie vor «nur» das Frequency Capping zur Auswahl. Bei den niedrigen Werten pro Woche hoffen wir User-seitig auf weniger Werbepenetration. Und als Werbetreibende auf bessere Performance.

Google Ads – Änderung der Richtlinie zu staatlichen Dokumenten

Google hat eine Aktualisierung der Google-Ads-Richtlinie angekündigt. Demzufolge dürfen ab März 2023 nicht nur behördliche, sondern auch behördlich autorisierte Anbieter wieder Anzeigen mit Bezug auf staatliche Dokumente und hoheitliche Dienstleistungen schalten. Als solche gelten alle Werbetreibende, die von einer staatlichen Behörde bevollmächtigt wurden, staatliche Dokumente oder Dienstleistungen anzubieten.
Seit Mai 2020 hatte Google die Werbung für staatliche Dokumente weitgehend untersagt (wir berichteten).

Voraussetzung ist eine transparente Nennung des Anbieters auf der offiziellen Regierungswebsite. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, könnt Ihr eine Zertifizierung bei Google beantragen.

Bestehende Anbieter, die laut aktueller Richtlinie als beauftragte Unternehmen gelten, erfüllen weiterhin die Anforderungen und müssen nichts weiter unternehmen. Nähere Informationen zu der Umsetzung will Google im Januar 2023 bekannt geben.

Google Ads – Editor Version 2.2

Die Version 2.2 des Google Ads Editors ist da!

Quelle: adseed

Das Update bringt Euch folgende neue Funktionen:

  • Verbesserte Nutzung der Asset Bibliothek. Ihr könnt nun Bilder hinzufügen, entfernen, umbenennen, in Ordner zuweisen und Filter zur Suche nutzen.
  • Benachrichtigungen lassen sich nun eingerichten und verwenden.
  • Ihr könnt Werbezeitpläne visuell bearbeiten. Bisher ging dies nur per CSV-Import oder durch Kopieren aus einer anderen Kampagne.
  • Mit der Synchronisierungsanzeige überprüft der Editor nun regelmäßig, ob es seit der letzten Synchronisierung Kontoänderungen gab. Da möglicherweise noch nicht alle Änderungen erkannt werden, empfiehlt Google auch weiterhin den manuellen Abgleich.
  • In den Einstellungen für Shopping- und Performance Max Kampagnen könnt Ihr diese global ausrichten und das Verkaufsland als optional einstellen (Feld leer lassen) und optionale Feed-Label ergänzen.
  • Der Editor zeigt euch ein empfohlenes Budget für Videokampagnen an, basierend auf Eurem Ziel-CPA-Gebot.
  • Alle Untertypen von Videokampagnen (außer Outstream und Audio) erhalten die Shopping-Zusatzfunktionen wie Produktfeed und Produktgruppen.
  • Ihr könnt nun auch Empfehlungen im Editor sehen.
  • Das Kästchen für die optimierte Ausrichtung hat nun auch im Editor den Schieberegler für die Targeting-Erweiterung abgelöst.
  • Entfernt wurde wiederum die Unterstützung von Gmail-Kampagnen.

Wir freuen uns vor allem über die nützlichen Oberflächen statt der alten Tabellen-Übersichten.

Microsoft Ads – Updates im November

Microsoft hat auch für den November zahlreiche Updates angekündigt. Auch wenn zum Teil nur bekannte Features in neuen Ländern zur Verfügung stehen.

Die bereits im September angekündigten Kreditkartenanzeigen sind jetzt global verfügbar. Damit können Anbieter die wichtigsten Vorteile und Kosten in aller Kürze darstellen:

Microsoft Ads Credit Card Ads - Kreditkarten-Anzeigen sind weltweit verfügbar

Das Kreditkarten-Feature gehört zum neuen Vertical Ad – System, das auch für Anbieter von Autos, Kreuzfahrten und Gesundheitsdienstleistungen (zumindest in den USA) geeignet ist.

Best Practices für Performance Max Import

Laut Microsoft ist die angekündigte Importfunktion für PMax-Kampagnen jetzt voll funktional. Um das Maximum herauszuholen, könnt Ihr euch die Best Practices noch mal im Detail anschauen. Spoiler: Die Performance-Max-Assets werden außen vor gelassen. Am Ende habt ihr eine Smart Shopping-Kampagne mit den gleichen Produkten und Anzeigengruppen statt Asset-Gruppen.

Neues Conversion-Setup Tool

Viele von Euch werden es in den Konten gesehen haben: Der neue «Conversion Setup Wizard» vereinfacht die Erfolgsmessung. Selbst die automatische Erstellung des UET-Tags im Google Tag Manager ist damit möglich.
In einer BETA-Version könnt Ihr außerdem über Microsoft Clarity direkt in das Event-Tracking auf eurer Seite einsteigen. Damit ist auch euer Conversionwert schnell gemessen. Die Funktion könnt Ihr beim Microsoft Ads Support anfragen.

Außerdem hat Microsoft das Dashboard für den UET Tag überarbeitet, damit Ihr Probleme in Echtzeit sehen und beheben könnt.

Microsoft Merchant Center und Shop-Connections

Microsoft Advertising hat eine Partnerschaft mit PrestaShop aufgenommen. Damit können Werbetreibende direkt im Shopsystem ein Microsoft Advertising-Modul einrichten und nutzen – bisher in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien. Der Roll-Out für Frankreich, Italien Deutschland etc. läuft aber schon.

Außerdem gab Microsoft bekannt, dass Ihr jetzt mithilfe eines bestehenden Google Merchant Centers via Import ein Microsoft Merchant Center erstellen könnt. Und damit Zeit spart.
Last but not least lassen sich jetzt einzelne Aggregatoren innerhalb der Merchant-Center-Einstellungen blockieren. Das ist ein großer Fortschritt, denn vorher gab es für Aggregatoren nur «An» oder «Aus».

Microsoft Shopping Aggregatoren blockieren in den Microsoft Merchant Center Einstellungen

Und – wie angekündigt – gibt es weltweite Updates:

  • Targeting für Fußballfans ist jetzt weltweit verfügbar. Damit lassen sich in Microsoft Search sowie im Audience Network relevante Nutzer erreichen.
  • Die Customer Match-Funktion ist jetzt weltweit ausgerollt (außer in China). In Verbindung damit lassen sich auch Ähnliche Zielgruppen erstellen. Genau die, die Google derzeit abschafft 😉 – und zwar in den meisten europäischen Ländern und weiteren weltweit.
  • Die CPM-Preisoption für das Audience Netzwerk lässt sich jetzt ebenfalls in allen Märkten nutzen.

Wir sind gespannt, welche Features gerade im Bereich Tracking-Imports noch kommen!

Weitere Kurznachrichten

Google Ads – Video der Woche Episode 2

Googles Video-Reihe zum Thema Automatisierung wird fortgesetzt: 4 Experten geben Tipps, wie die Umstellung zur Automatisierung zu schaffen ist und welche Veränderungen dafür notwendig sind. Thematisiert werden unter anderem die Ängste von Account Managern, der Switch von relevanten KPIs und das Verfolgen eines holistischen Ansatzes zur Performance-Betrachtung. Schaut am besten selbst rein.

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Episode 1 verpasst? Kein Problem!

Merchant Center via Google Search Console erstellen

In der Search Console können Nutzer, die bereits die strukturierten Produkt-Daten nutzen, zukünftig direkt einen Merchant Center Account erstellen. Dabei entfällt das Bestätigen und Beanspruchen der Website – praktisch!

Auf diese Weise benötigt Ihr auch keinen Produkt-Feed mehr, um die kostenlosen Shopping-Tab-Einträge zu nutzen. Google zieht sich die Informationen zu eurem Inventar ganz automatisch. Dafür reichen aktuelle, strukturierte Produkt-Daten in Eurem Shop.

Lesetipps

WordStream zeigt in einem Jahresvergleich den Anstieg der CPAs in Google Ads – mit spannenden Ergebnissen.

Insights und Tipps zum Thema Performance Max gibt es bei Search Engine Land.

Ebenfalls bei Search Engine Land: YouTube News mit Shopping- und Affiliate-Ergänzungen.

Jetzt aber in den Black Week – Modus! Wir wünschen frohes Verkaufen (und selber Shoppen) bis zu den nächsten SEA-News.

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