SEA News Woche 36/2026

ChatGPT Ads lassen uns auch diese Woche nicht los – und jetzt wird es ernst: Die ersten Anzeigen starten tatsächlich in Deutschland! Wir teilen unsere bisherige Einschätzung. Außerdem experimentiert Google wieder mit der Steuerung einzelner Kanäle in PMax. Dazu gibt’s Updates zu AI Max und spannende KI-Creative-Möglichkeiten inklusive Testing.

ChatGPT Ads – Ads Manager ist jetzt live

In KW34 hatten wir es bereits angeteasert, jetzt ist es offiziell: Der ChatGPT Ads Manager ist verfügbar und Werbetreibende können ab sofort eigene Kampagnen aufsetzen.

Das sind die wichtigsten Eckdaten für den Einstieg:

  • Mindestbudget: 15 € pro Tag
  • Tracking über Tracking-Scripte möglich (Tag Manager)
  • Ausrichtung auf Klicks, Reichweite (Impressions) oder Conversions
  • Targeting läuft quasi über einen AI-Brief-Prompt
  • Anzeigenformat: eine Headline, eine Description sowie Bildmaterial

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Quelle: adseed

Was gibt es jetzt schon Neues bei ChatGPT Ads?

In den USA laufen ChatGPT Ads ja schon eine Weile, und von dort kommen nun folgende Anpassungen an den Start: Mit Maximize results steht eine neue Gebotsstrategie bereit, bei der ChatGPT Ads die Gebote automatisch am gewählten Kampagnenziel ausrichtet.

Über Eligible platforms lässt sich die Ausspielung außerdem auf iOS-App, Android-App oder Web eingrenzen. Diese Eingrenzung bzw. Trennung der Plattformen wird mit den ersten Erfahrungen empfohlen.

Neu ist zudem ein Reporting zu View-Through-Conversions auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Anzeigenebene – gezählt wird eine Conversion, wenn jemand innerhalb eines Tages nach Anzeigenkontakt konvertiert, ohne vorherigen Klick. Hier lohnt sich künftig ein genauer Blick, um Click-Through- und View-Through-Conversions sauber zu trennen.

Unsere Einschätzung

ChatGPT Ads aktuell nur in den Prompts unbezahlter ChatGPT Accounts (Free Version) möglich. Das schränkt die möglichen Zielgruppen schon deutlich ein. Aus diesem Grund empfehlen wir ein sehr kontrolliertes, etwas defensives Herangehen an die Ads. Aber: Automatisierte Bidding, View-Through-Attribution und die Plattform/Betriebssystem-Trennung zeigen, dass OpenAI hier ernsthaft mit Google und Microsoft konkurrieren will. Für uns heißt das: Ausprobieren, Testen und Lernen. Und immer an die Ziele der Werbenden denken und nicht zu sehr an die Ziele von OpenAI.

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Google Ads – Kanalpriorisierung für Performance Max Kampagnen

Google testet aktuell eine neue Möglichkeit, die verschiedenen Kanäle innerhalb von Performance-Max-Kampagnen gezielter steuerbar zu machen.

Dies könnte Werbetreibenden künftig eine direkte Möglichkeit geben, dem Algorithmus mitzuteilen, welche Kanäle für sie besonders wertvoll sind und entsprechend stärker priorisiert werden sollen. Damit würde Google einen bemerkenswerten Schritt weg von dem bislang vollständig automatisierten Ansatz bei der Kanalverteilung innerhalb von Performance Max machen und Advertisern mehr Einfluss auf die Aussteuerung ihrer Kampagnen geben.

Unsere Einschätzung

Google Ads scheint erkannt zu haben, dass Werbetreibende zunehmend besser nachvollziehen und steuern möchten, wofür ihr Werbebudget eingesetzt wird.

Bereits in den SEA News der KW 29 hatten wir über eine Einstellungsmöglichkeit berichtet, mit der sich Display und Suchnetzwerkpartner vollständig deaktivieren ließen. Diese Option war allerdings kurze Zeit später wieder verschwunden.

Da es sich auch bei der nun getesteten Variante zunächst lediglich um eine Alpha-Version handelt, bleibt abzuwarten, wie die neuen Kontrollmöglichkeiten letztendlich konkret aussehen werden. Eines lässt sich jedoch bereits festhalten: Google scheint Performance-Max-Werbetreibenden künftig mehr Einfluss auf die Kanalsteuerung geben zu wollen – es wird also etwas kommen.

Google Ads – Datenfeeds für AI Max for Search

Wir haben eine neue Einstellungsmöglichkeit für AI Max in Suchkampagnen entdeckt, die sehr spannend klingt: In einigen Konten besteht bereits die Möglichkeit, unter „Dateneingabe“ eigene Daten über Feeds hochzuladen.

Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie eng sich Google Ads und Google AI & Gemini Ads miteinander verzahnen. Daten aus bestehenden Feeds können zunehmend dazu beitragen, Anzeigen dynamischer und kontextbezogener auszurichten.

Diese Datenfeeds müssen zunächst über den Data Manager mit dem jeweiligen Google-Ads-Konto verknüpft werden. Anschließend können wichtige Feedinformationen – beispielsweise Datumsangaben oder Preise – genutzt werden, um die Inhalte von Suchanzeigen dynamisch zu optimieren. Besonders interessant ist dies beispielsweise für Reiseanbieter, bei denen aktuelle Feed-Daten in die Ausgestaltung der Suchanzeigen einfließen können.

Quelle: adseed

Hinweis

Zusätzlich möchten wir auf eine aktuelle Mitteilung von Google zum Thema AI Max hinweisen. Darin wird darauf aufmerksam gemacht, dass ab dem 1. September 2026 bestimmte Suchkampagnen automatisch auf AI Max umgestellt werden.

Betroffen sind Kampagnen, bei denen bereits kampagnenweites Broad Match sowie automatisch erstellte Assets aktiviert sind. Dies betrifft insbesondere historisch gewachsene Kampagnen, in denen diese Einstellungen bereits genutzt wurden, bevor AI Max verfügbar war.

Mittlerweile sind diese Optionen ohnehin nur noch in Verbindung mit aktiviertem AI Max auswählbar. Die automatische Umstellung betrifft daher vor allem bestehende Kampagnen mit entsprechenden Legacy-Einstellungen.

Google Ads – Report zu KI-generierten Produkttiteln

Ebenfalls in der vorherigen Ausgabe haben wir über den Launch von AI Max for Shopping in Standard Shopping Kampagnen berichtet. Teil des «Tools» ist die Anpassung von Produkttiteln aus dem Shopping Inventar. Dazu passend haben wir einen neuen Report für Shopping entdeckt:

AI makes product titles

Quelle: adseed

Google möchte Werbetreibenden mehr Einblick in neue Änderung geben.: den neuen Produkttitel-Report in Google Ads. Google KI kann bereits eigenständig alternative Produkttitel generieren und ausspielen, wenn sie diesen für relevanter hält als den vom Werbetreibenden hinterlegten Original-Titel. Der Original-Titel verschwindet dabei nicht, sondern wird weiterhin genutzt, wenn Google ihn selbst als passender einstuft.

Was sehen wir (noch nicht): Der Report zeigt den von Google KI generierten Titel direkt neben dem Original-Titel des Werbetreibenden an. Dazu liefert er Performance-Daten wie Impressionen, Produktklicks, CTR, Kosten und durchschnittlichen CPC – für beide Titel-Varianten getrennt einsehbar.

Unsere Einschätzung

Etwas mulmig wird uns schon, wenn Google die Produktdaten ändert. Allerdings haben wir mit AI Max for Shopping und in PMax hier noch gefühlte Kontrolle (an/aus). Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis der Report in der Mehrzahl der Accounts Daten liefert. Aber wir nehmen den Report hin und hoffen auf weitere Kontrollmöglichkeiten in der Zukunft.

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Google Ads – Google erweitert Demand Gen um Messaging, Reise-Tools und KI-Video

Im Rahmen des «Demand Gen Drop» für August testet Google eine Messaging-Funktion, über die User direkt aus Demand-Gen-Anzeigen auf YouTube heraus mit Marken in Kontakt treten können. Gedacht ist das als ein schnellerer Weg für Lead-Gen-Werbetreibende, High-Intent-Nutzer ins Gespräch statt auf die Landingpage zu holen. Für Reise-Werbetreibende gibt es darüber hinaus künftig lokale Aktivitäten, Events und Echtzeit-Angebote sowie personalisiertere Hotelanzeigen für passende Zielgruppen.

Zusätzlich ist die sogenannte multimodale KI-Videoerstellung im Asset Studio jetzt allgemein verfügbar: von der ersten Storyboard-Idee bis zum fertigen Video-Asset in horizontalem und vertikalem Format läuft der gesamte Prozess nun in einem einzigen Workflow, wodurch sich das komplette Demand-Gen-Inventar einfacher bespielen lässt. Praktisch am relevantesten dürfte die breite Verfügbarkeit der KI-Videoerstellung sein, da fehlendes Creative-Material bislang oft das größte Hemmnis bei Demand-Gen-Kampagnen war.

Google Ads – Asset Studio wird zur KI-Videowerkstatt

Google schraubt weiter kräftig an der Produktion und am Testing von Creatives. Zwei neue Features gehen in diese Richtung: mehr KI-gestützte Video-Produktion im Asset Studio und eine neue Möglichkeit, das Ergebnis auch datenbasiert zu überprüfen.

Gemini Omni erstellt Videos direkt in Google Ads

Wie bereits im Beitrag zu den Erweiterungen rund um Demand Gen angesprochen, integriert Google das Gemini-Omni-Modell von Google DeepMind neu ins Asset Studio und macht damit die Erstellung multimodaler Videos direkt in Google Ads möglich. Der Workflow soll dabei in vier Schritten ablaufen: Markenrichtlinien importieren, Konzepte erstellen, generierte Assets verfeinern und letztendlich direkt in die Kampagnen exportieren. Ihr könnt quasi Markenrichtlinien, eine Website-URL, ein Creative Brief oder bestehende statische Assets einspeisen, woraus Gemini Omni dann Storyboards und bewegte Szenen erzeugt.

Änderungen an Szenen, Tempo oder Format lassen sich anschließend per einfachem Prompt nachjustieren, ganz ohne das Creative von Grund auf neu zu bauen. Praktisch ist dabei, dass die Videos sowohl im 16:9- als auch im 9:16-Format ausgespielt werden, was den Aufwand der Videoproduktion für unterschiedliche Platzierungen auf Google und YouTube reduzieren soll. Die fertigen Assets lassen sich schlussendlich direkt in Eure Kampagnen exportieren.

A/B-Testing und Creative Insights mit einem Klick

Passend dazu sorgt Google wohl auch für mehr Transparenz über die Performance dieser Assets. Die Werbeplattform hat neue Funktionen für Creative Insights und Experimente eingeführt, mit denen Ihr von kreativem Rätselraten zu datenbasierten Entscheidungen wechseln könnt. Kernstück ist die Option «Save and Set Experiment», womit sich beim Bearbeiten einer Performance-Max-Anzeige oder Asset-Gruppe per Klick sofort ein A/B-Test anlegen lässt. Gerade in Kombination mit den neuen Gemini-Omni-Videos ergibt das aus unserer Sicht einen runden Kreislauf: generieren, testen, optimieren – ohne das Konto zu verlassen. Da wir dieses Feature in unseren Accounts noch nicht gesehen haben, können wir aber leider noch nicht ausführlicher werden.

Weitere Kurznachrichten

Google Data Studio – Neue Funktionen für flexiblere Reports

Die Updates verbessern Gestaltung und Bedienung: Charts können im Vollbild angezeigt oder als PNG kopiert, Elemente gedreht und Einstellungen schneller gefunden werden. Zusätzliche Optionen für Beschriftungen und Farben sorgen für mehr Flexibilität bei der Datenvisualisierung.

Google Ads – Neue Richtlinien für Alkoholwerbung

Ab dem 30. September 2026 führt Google weltweit einheitlichere Richtlinien für Alkoholwerbung ein. Die Änderungen betreffen unter anderem erlaubte Werberegionen, Zertifizierungen und die Verantwortung von Werbetreibenden.

Lesetipps

Erfahrt mehr über die wichtigsten Do’s & Don’ts bei der Erstellung von YouTube Ads und lernt, welche Maßnahmen wirklich einen Unterschied für die Performance machen.

Hört euch den Google Podcast an, um zu erfahren, wie ihr euren Produktfeed optimal für Q4 vorbereitet und aktualisiert.

Kommende SEA-Events & Konferenzen im Überblick

Bleibe up-to-date mit den wichtigsten kommenden SEA-Events & Konferenzen. Hier findest du eine Übersicht der spannendsten Branchentermine für wertvolle Insights, Networking und neue Trends im Suchmaschinenmarketing.

DMEXCO

Und natürlich steht auch die DMEXCO vor der Tür – wir freuen uns auf die neuesten Trends, spannende Gespräche und alles, was die Digital- und Marketingwelt gerade bewegt.

23. & 24. September 2026
Köln

Schaut auch nächste Woche wieder vorbei, wenn wir die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen im Wettlauf um die besten Ads mit euch teilen!

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