SEA News Woche 19/2022

Der Frühling legt los und plötzlich gibt es zahlreiche SEA News für die KW 19.
Top-Themen sind EU-Datenschutzbemühungen bei Google Analytics, Microsoft Advertising Updates für Mai und die Optimierung auf Neukunden bei Performance Max Kampagnen.

Google Analytics – Datenverarbeitung in Europa

Wegen Untersuchungen von EU-Datenschutzbehörden gab es in letzter Zeit schlechte Nachrichten für Google (wir berichteten). Die Reaktion folgte jetzt: Google führt bei Analytics 4 EU-spezifische Datenschutzeinstellungen ein.

Grundsätzlich werden keine kompletten IP-Adressen mehr protokolliert und das Analytics-System löscht «alle sensiblen Daten» proaktiv, bevor EU-Server und Domains sie aufzeichnen können. Website-Inhaber können weitere Funktionen deaktivieren. Etwa die Google-Signale für einzelne Regionen oder regions- und gerätebezogene Dimensionen.

Was bleibt übrig? Geodaten erhebt Google aus den IP-Bestandteilen höherer Ebene, wie Stadt oder Land. Die Verarbeitung aller Daten findet zukünftig auf EU-Servern statt.
Welche Datenpunkte im Detail betroffen sind, führt der Google Support hier auf.

Microsoft Advertising – Updates für Mai

Und monatlich grüßen die Microsoft Updates:

Auto-generated Remarketing Listen

Neben der stetigen Verbesserungen des Microsoft Audience Networks und des Advertising Editors für Bilder, gibt es jetzt automatisch generierten Remarketing Listen. Es gibt drei Arten von Listen, welche Ihr zukünftig in euren Zielgruppen vorfinden werdet:

  • Alle Besucher. Personen, die Eure Website in den letzten 30 Tagen besucht haben.
  • Alle Konvertierer. Personen, die in den letzten 180 Tagen konvertiert haben.
  • Smart Remarketing. Personen, die wahrscheinlich konvertieren werden.

Mit diesen Listen könnt Ihr nun umgehend problemlos eure Remarketingkampagnen starten.

Dynamic Search Ads Update

Die URLs für die Dynamic Search Ads (DSAs) können nun mit neuen Möglichkeiten ausgewählt werden. Neben der “URL ist” Option findet man jetzt auch “URL enthält”, um die Landingpages einzugrenzen, welche als Ausspielmöglichkeit definiert werden. Zudem wurden dem DSA-Auto-Targeting-Bericht Anzeigen-IDs hinzugefügt.

Und für alle, die Asset-basierte Seitenfeeds für DSAs in Google nutzen, wurden Verbesserungen internen Import vorgenommen. Die Verbesserung wird bis Ende Mai im vollem Umfang nutzbar sein.

Benutzerdefinierte Conversions

Mit Benutzerdefinierten Conversions werden bestimmte Ziele festgelegt, um Events wie Website-Besuche, Seitenübergreifende Verkäufe und Anrufe zu verfolgen. Diese sind jetzt auch für Smart Campaigns und Multiplattform-Kampagnen nutzbar.

Neue Shopping Erweiterung

Microsoft führt nun die Cashback-Erweiterung ein. Diese ist für Shopping Anzeigen verfügbar. Durch dieses neue Anzeigenangebot werden Käufern neue Anreize für den Abschluss von Transaktionen geschaffen, indem es einen Rabatt gewährt. Microsoft Advertising wählt den richtigen Cashback-Betrag für die richtige Anzeige und sorgt so für den bestmöglichen ROAS (Return on Ad Spend).

Google Ads – Performance Max für Neukundengewinnung

Die finale Umstellung aller Smart Shopping Kampagnen auf den Kampagnentyp Performance Max rückt näher. (Die genaue Zeitleiste hat Google im Februar angekündigt.) Zeit für Google, die Funktionalität mehr und mehr zu synchronisieren.

In einem Hilfe-Update von Ende April, kündigt uns Google eine Neuerung bei PMax an: die Option Neukundengewinnung.

Was hat es damit auf sich?

Google bietet zwei Möglichkeiten der Neukundengewinnung:

  • erhöhte Gebote für Neukundenakquisition
  • ausschließliches Bidding auf Neukunden

Wie das konkret in den Einstellungen aussieht, können wir noch nicht sagen. Im Wortlaut klingt es aber etwas anders als bisher in Smart Shopping, denn dort kann aktuell der Wert eines Neukunden definiert werden. Das Bidding können wir jedoch nicht beeinflussen.

Ebenso ist die Neukundenakquisition eine Zusatzfunktion und kann nicht alleinstehend (also ohne Nicht-Neukunden) eingesetzt werden.

Google Shopping – Änderungen an der Merchant Center Produktdatenspezifikation

In einer Mail an betroffene Werbetreibende hat Google auf Änderungen an der Produktdatenspezifikation hingewiesen. Das jährliche Update umfasst einige sofortige Änderungen (ab dem 27. April).

Produktanzeigen pausieren

Werbetreibende sollen Produktanzeigen nicht mehr mithilfe von «auf Lager» oder «nicht auf Lager» online oder offline schalten. Dafür gibt es ab jetzt das neue Attribut «Pausieren» [pause]. Ab Anfang 2023 können Produkte mit falscher Verfügbarkeit abgelehnt werden.

Ab jetzt erscheinen außerdem Fehlermeldungen, wenn der Versand kein Land-Unterattribut enthält. Die Vorgaben für eindeutige Produktkennzeichnungen wurden leicht verschärft. Hier sollen, wann immer möglich, die korrekten Daten stehen. Umgehungsversuche mit «identifier_exists» solltet Ihr vermeiden.

Mehr Verfügbarkeits-Optionen ab 26. Juni

Shop-Betreiber können bald die Werte «nachbestellt» oder «vorbestellbar» mit dem «Verfügbarkeitsdatum» kombinieren. Kunden sehen dann mit bis zu einem Jahr Vorlauf, wann Produkte wieder verfügbar sind. So gekennzeichnete Anzeigen bleiben online.

Ab diesem Zeitpunkt erhält der Wert «Zustand» (neu/gebraucht) ein automatisches Artikelupdate. Die Option lässt sich deaktivieren.

Google Ads – Auto-Anwendung von Listen für den Kundenabgleich

Google hat am 3. Mai per Mail angekündigt, alle in Konten vorhanden Listen für den Kundenabgleich automatisch für Smart Bidding Kampagnen zu verwenden. Bisher gab es eine Opt-In-Lösung für jede einzelne Kampagne, in Zukunft nur noch den Opt-Out. Betroffen sind auch Displaykampagnen, die die optimierte Ausrichtung verwenden.

Relevant ist diese Änderung vor allem für Konten, in denen bestimmte Kampagnen keine Converter ansprechen sollen. Achtet im Zuge der Umstellung darauf, dass nicht die falsche Kampagne «automatisch optimiert» wird. Umgestellt wird ab dem 2. Quartal 2022, beginnend mit Displaykampagnen.

Google Ads – Neue Richtlinien im 3-Strike-System

Wiederholte Richtlinienverstöße können bereits seit vergangenem Jahr bis zur Ads – Kontosperrung führen. Das dahinter stehende Richtliniensystem hat Google jetzt um weitere Punkte ergänzt. Am relevantesten für uns Europäer sind die folgenden:

  • Sexuelle Handlungen mit beliebiger geldwerter Gegenleistung
  • Heiratsvermittlung, besonders von Frauen aus dem Ausland
  • Telefonverzeichnis- und Anrufweiterleitungsdienste
  • Privatkredite

Und zwei Richtlinien, die wegen ihrer schwammigen Ausrichtung noch einigen Werbetreibenden Kopfschmerzen bereiten dürften:

  • Irreführendes Anzeigendesign
  • Clickbaiting

Bei diesen Richtlinien könnte es naturgemäß häufiger zu Schwierigkeiten kommen. Die vollständige Liste findet Ihr beim Google Support.

Google Ads – Manueller CPC nur noch per Umweg

Unser Aufreger der Woche: Der Manuelle CPC ist immer noch da, aber er lässt sich – zumindest in einigen Konten – bei der Suchkampagnenerstellung nicht mehr direkt, sondern nur per Workaround in den Kampagneneinstellungen, auswählen. Jaja, wir haben verstanden, Automatisierung gut. Aber das ist unnötig.

Kein manueller CPC mehr bei der Search Kampagnenerstellung in Google Ads

Quelle: adseed

In eigener Sache – adseed sucht Dich!

Ihr seid auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Das passt!
Wir suchen aktuell Unterstützung in den Bereichen Performance Marketing, SEA, Social Media, Affiliate Marketing und Web Tracking.

Weitere Kurznachrichten

Microsoft Advertising – Neues Learning Lab

Alles Neu! Microsoft Advertising relauncht sein Learning Lab mit neuen Kursen, neuen Abzeichen und mehr Inhalten. Zu Search, Native & Display sowie Shopping gibt es jetzt jeweils eine Prüfung, die im Ergebnis zum Titel des «Microsoft Advertising Certified Professional» führt.

Microsoft Advertising – 32 neue Märkte

Microsoft ist auf dem Weg zu annähernd internationaler Verfügbarkeit. Laut der jüngsten Mitteilung sind jetzt 96 Länder verfügbar, 103 sollen in 2022 noch folgen. Dabei sind Exoten wie der Karibikstaat Aruba und bekanntere Länder wie Bangladesch, die Mongolei sowie Bolivien, Paraguay und Uruguay.

Google Ads – Sensible Werbethemen ausblenden

Google erweitert die Möglichkeiten, mit denen NutzerInnen sensible oder suchtbehaftete Werbethemen ausblenden können. Bisher gab es die Option für Alkohol und Glücksspiel. Nutzer können zusätzlich die Themen Dating/Partnerschaft, Schwangerschaft/Kinderwunsch und Gewichtsabnahme blocken. Der Bann gilt auf YouTube und im Google Display Network.

Microsoft Advertising – Microsoft Activate 2022

Beim Microsoft Activate – Event gibt es für Mitglieder des Advertising Programms ein spannendes Programm. Am 18. Mai ab 8 Uhr Pacific Time plaudert Microsoft ein bisschen aus dem Nähkästchen und teilt Infos und Optimierungsstrategien. Zur Anmeldung.

Microsoft & Google mit Umsatzwachstum

Während Google den Umsatz mit Werbelösungen um 24% steigern konnte, lag der (etwas zusammengefasste) Werbebereich bei Microsoft bei 20% Wachstum. Interessant ist vor allem das starke Wachstum bei Google Maps. NutzerInnen suchen hier häufiger direkt.

Lesetipps

Frisch geschlüpft: unsere Social Ads News für Mai 2022

Bald ist es so weit: Der endgültige RSA-Guide von SearchEngineLand

Was lange währt, wird endlich gut! Bis zu den nächsten SEA News wünschen wir viel Erfolg, Sonnenschein und beste Gesundheit.

Vorheriger Beitrag
SEA News Woche 17/2022
Nächster Beitrag
SEA News Woche 21/2022

Datenschutzhinweis

Mit der Nutzung unserer Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.