SEA News Woche 09/2024

Es ist März. Check! Ihr habt den Consent Mode v2 eingerichtet. Check! Damit Ihr keine News und Updates aus der SEA-Welt vercheckt, haben wir sie Euch zusammengefasst. Auf der Checkliste stehen:

Google Ads – Consent Mode v2 wird Pflicht ab März

Wie Anfang Januar bereits berichtet, wird aufgrund des Digital Markets Act (DMA) der EU die Nutzung des Google Consent Mode v2 ab 6. März 2024 für Euch verpflichtend. Bisher war die Nutzung des Consent Mode für Werbetreibende freiwillig und ermöglichte Conversion-Modellierungen in Google Ads und Analytics. Mit den neuen Richtlinien der Europäischen Union wird Consent Mode jetzt allerdings Pflicht. Google garantiert dadurch, dass eine differenziertere Einwilligung der Nutzer in die Datenerhebung einbezogen wird.
Dies ist ausschliesslich durch die Verwendung des Consent Mode Version 2 gewährleistet. In der Version 2 werden die zusätzlichen Parameter “ad_user_data” und “ad_personalization» (granted oder denied) an Google übermittelt. Stellt also sicher, dass diese beiden Parameter von Eurem Consent-Management-Tool übermittelt werden.

Erfahrt mehr über die umfassenden Funktionen des Consent Mode v2 in unserem neuesten Blogbeitrag.

Google Ads – Performance Max Updates

Mit verschiedenen Neuigkeiten zum Thema Performance Max-Kampagnen geht es weiter.

Kommende AI-Features

Wir beginnen mit Googles AI-Flaggschiff Gemini. Dieses sollt Ihr bald mit anderen AI-basierten Lösungen nutzen können, um Eure Pmax-Creatives weiter zu verbessern. Google knüpft damit an die AI-basierte Asset Erstellung an, die aktuell in Englisch ausgerollt wird. Die Bildbearbeitung könnt Ihr ab März im U.S.-Raum nutzen. Gemini soll vor allem dabei helfen, die Textvorschläge in Euren Anzeigen zu verbessern, aber auch die Sitelinks zu generieren.

Ebenfalls interessant finden wir «Imagen 2«. Mit diesem AI-Tool habt Ihr die Option, die Lifestyle-Bilder für Eure Anzeigen zu generieren. Aber auch Variationen bestehender Bilder können generiert werden. Dies ist gerade für Werbetreibende ohne grosses Budget für Creatives eine grosse Hilfe.

All diese Themen arbeiten schlussendlich auf die Anzeigeneffektivität hin. Hierzu weist Euch Google im Artikel abschliessend auf 3 Punkte hin:

  • Nehmt die Vorschläge zu den zusätzlichen Text-Assets an (sofern diese sinnvoll sind);
  • Nutzt kreative Designs für Eure Bilder, Ihr könnt hierzu auf Canva zurückgreifen;
  • Vergesst nicht, Videos zu den Performance Max Kampagnen hinzuzufügen oder nutzt automatisch generierte Videos von Google.
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Quelle: Googleapis

Suchnetzwerkpartner Update

Google reagiert ausserdem auf die Kritik der Nutzerinnen und Nutzer zur Transparenz über die Ausspielung bei Suchnetzwerkpartnern. Adalytics warf Google vor, die Suchanzeigen still und heimlich auf unpassenden Suchnetzwerkpartner-Seiten auszuspielen. Google verneinte diese Anschuldigungen. Ab dem 4. März habt Ihr Zugriff auf ein Impression-Level Reporting zur Ausspielung Eurer Pmax-Kampagnen im Partnernetzwerk für Search.

Zusätzlich gelten Placement-Ausschlüsse, die Ihr auf dem Account Level einstellt fortan auch für Suchnetzwerkpartner sowie für YouTube, Display und Performance Max.

Zuvor habt Ihr möglicherweise eine Opt-Out Option für Suchnetzwerkpartner (ähnlich wie in einer Suchkampagne) in Euren Pmax-Kampagnen finden können. Dieses Feature galt allerdings nur bis zum 01.03.24 und wird durch die oben stehenden Updates abgelöst.

Standortoptionen

Ebenfalls neu und überaus praktisch sind Standortoptionen für Performance Max-Kampagnen. Analog zu den Euch bekannten Einstellungen bei Search, könnt Ihr auch bei Performance Max entweder nach «Präsenz» oder nach «Präsenz oder Interesse» einstellen. Wir empfehlen Euch grundsätzlich die Option «Präsenz» zu nutzen.

Standorteinstellungen PMax

Quelle: adseed

Microsoft Ads – Performance Max Update

Abschliessend haben wir noch eine kleine Neuerung für Microsoft’s Pendant zu Google’s Kampagnentypen. Ab dem 1. März 2024 könnt Ihr hier folgende Placements NICHT mehr ausschliessen:

  • msn.comoutlook.com
  • outlook.live.com
  • microsoftcasualgames.com
  • windows.msn.com
  • ntp.msn.com
  • zone.msn.com
  • superapp.msn.com
  • bing.com

Google Ads – Audience Customer Types

Es gibt jetzt bei Google Ads Audience Customer Types (in deutsch: Kundentypen für Zielgruppen). Aus diesen können ein oder mehrere Segmente von Kundengruppen gewählt werden. Diese Funktion macht es einfacher, passende Werbung auszuspielen, je nachdem, an welchem Punkt der Customer Journey sich Kunden befinden. Bisher sind folgende Typen verfügbar:

  • All customers
  • Purchasers
  • High-value customers
  • Disengaged customers
  • Qualified leads
  • Converted leads
  • Paid subscribers
  • Loyalty sign ups
  • Cart abandoners

Das Update klingt für uns gut, sehr sinnvoll und absolut testenswert.

Google Ads – Merchant Center Updates

Aktualisierung der Berechnung der Lieferzeiten

Im Jahr 2021 hat Google damit begonnen, das Merchant Center die Versandgeschwindigkeiten für Produkte berechnen zu lassen. Nun verändert Google die Art und Weise, wie die Lieferzeiten über das Google Merchant Center geschätzt werden. Ab dem 9. April diesen Jahres berücksichtigt Google die minimalen [min_handling_time]– und maximalen [max_handling_time]-Attribute für die Bearbeitungszeit in den Produktdaten für Shopping-Anzeigen und kostenlose Inserate. Dadurch soll Euch ermöglicht werden, den Google-Usern genauere geschätzte Lieferzeiten anzubieten.

Metadaten-Tags für KI-generierte Bilder

Falls Ihr im Merchant Center KI-generierte Bilder verwendet, müsst Ihr laut Google alle Metadaten-Tags beibehalten, die darauf hinweisen, dass Bilder mit generativer KI erstellt wurden. Eingebettete Metadaten-Tags, wie trainedAlgorithmicMedia, solltet Ihr aus solchen Bildern dementsprechend nicht entfernen. Denn alle KI-generierten Bilder müssen künftig das IPTC-Tag für den digitalen Quelltyp trainedAlgorithmicMedia enthalten. Im klassischen Merchant Center und im Merchant Center Next gelten diese Anforderungen für die folgenden Bildattribute:

  • Bildlink [image_link]
  • Zusätzlicher Bildlink [additional_image_link]
  • Lifestyle-Bildlink [lifestyle_image_link]

Google Analytics – Default Google Ads Report

Back to Basic – oder: Was früher gut war kann es auch zukünftig sein. Google fügt in Analytics 4 per Default einen Channel-Report für Google Ads hinzu. Den Bericht findet Ihr über den Menüpunkt “Werbung” direkt als auszuwählenden Bericht. Voraussetzung ist die Verknüpfung von Google Ads und Google Analytics.

Der Report zeigt allerdings per Default auch nur Metriken, die wir in Google Ads Accounts auch sehen. Anpassungen scheinen nicht möglich. Insofern ist es nett, den Bericht zu haben, er bringt aber keinen direkten Mehrwert. Alle Inhalte sehen wir aber auch so im zugehörigen Google Ads Account. 

Google Ads Infos in Analytics

Quelle: adseed

Weitere Kurznachrichten

Google Ads – Unterstützung für strukturierte Daten für Produktvariationen erweitert

Google hat die Unterstützung für strukturierte Daten für Produktvariationen erweitert. Händler haben damit die Möglichkeit, mehr Varianten von Produkten zu präsentieren. Dadurch können Käufer relevantere Ergebnisse erhalten. Ausserdem werden auch die Merchant-Center-Feeds einschliesslich automatischer Feeds ergänzt und verbessert.
Websites für Produktvarianten sind komplexer als Websites für einzelne Produkte, daher unterstützt Google jetzt den Schema.org-Typ ProductGroup und 3 neue Propertys.

Google Ads – aktualisierte Richtlinie zu Falschdarstellungen

Google aktualisiert seine Richtlinie zu Falschdarstellungen bei Werbeanzeigen ab März 2024. Verstösse gegen die Richtlinie können sein: Inakzeptable Geschäftspraktiken, koordinierte betrügerische Praktiken, irreführende Darstellung, unehrliche Preispraktiken, Clickbait-Anzeigen, irreführendes Anzeigendesign, manipulierte Medien, unzuverlässige Behauptungen, unklare Relevanz und nicht verfügbare Angebote.
Google nimmt Verstösse gegen diese Richtlinien als schwerwiegend wahr und sperrt die Google-Konten ohne vorherige Warnung.

Google – Milliardenklage vor der Tür

Google steht vor einer Klage von 32 Mediengruppen, darunter Axel Springer und Schibsted, in Höhe von 2,27 Milliarden US-Dollar. In dieser wird behauptet, dass die digitalen Werbepraktiken von Google zu finanziellen Verlusten geführt hätten. Die Anwälte der Mediengruppen erklärten:

„Die beteiligten Medienunternehmen haben aufgrund eines weniger wettbewerbsintensiven Marktes Verluste erlitten, was eine direkte Folge des Fehlverhaltens von Google ist.»

Google bestreitet die Vorwürfe in einer Erklärung:

“Diese Klage ist spekulativ und opportunistisch. Wir werden energisch und sachlich dagegen vorgehen.“

Lesetipps

Wie Google Shopping künftig mit VR und AR aussehen kann, findet Ihr hier.

Search Engine Roundtable erklärt, wie Ihr mit Google AI passende Produkte findet.

Und bei Microsoft Advertising findet Ihr nützliche Hinweise zum Prompting, um Eure Anzeigen besser zu gestalten.

Alles gecheckt? Dann startet gut in die Woche mit maximalen Erfolgen. Wir daten Euch wieder in 2 Wochen ab, damit Ihr nicht schon vor Ostern die News suchen müsst 🌞

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